Das japanische Pharmaunternehmen Takeda hat vielversprechende Ergebnisse für eine innovative Behandlung von Narkolepsie vorgestellt, einer Schlafstörung, von der in Frankreich fast 20.000 Menschen betroffen sind. Diese Störung ist durch übermäßige Tagesschläfrigkeit und plötzliche Schlafattacken gekennzeichnet, die oft mit einem vorübergehenden Verlust der Muskelspannung einhergehen.
Professor Yves Dauvilliers, Leiter des nationalen Referenzzentrums in Montpellier, erklärt, dass Narkolepsie mit einem Mangel an Orexin, einem Gehirnprotein, zusammenhängt, den das neue Medikament Oveporexton ausgleichen soll. Die Behandlung wurde drei Monate lang an rund hundert Patienten getestet und zeigte Ergebnisse, die als „außergewöhnlich“ eingestuft wurden.
Laut Takeda zeigten die klinischen Studien der Phase 3 signifikante Verbesserungen der Symptome von Narkolepsie Typ 1, was einen bedeutenden Fortschritt in der Behandlung darstellt. Professor Dauvilliers bleibt jedoch vorsichtig: Die Langzeitwirkung muss noch bestätigt werden.
Das Unternehmen plant nun, die Behandlung bei den Gesundheitsbehörden zur Zulassung einzureichen. Sollte die Zulassung erteilt werden, könnte Oveporexton in den kommenden Jahren in Frankreich erhältlich sein.
Sophie de Duiéry
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