Laut der französischen Gesundheitsbehörde (HAS) leiden Frauen aufgrund von Alkoholkonsum häufiger unter schwerwiegenderen, schnelleren oder spezifischeren Gesundheitsproblemen wie Brustkrebs. Angehörige der Gesundheitsberufe müssen für dieses Problem sensibilisiert werden. Indem sie das Thema ohne Wertung ansprechen, können sie Frauen helfen, ihre Risiken zu verstehen und zu reduzieren.
Ziel ist es, über die Risiken aufzuklären und gleichzeitig zu zeigen, dass eine Reduzierung auch ohne radikale Lebensstiländerungen möglich ist. Alkohol hat hormonelle, sexuelle und karzinogene Auswirkungen. Selbst geringer Konsum birgt Risiken.
Angstzustände, Depressionen und sexuelle Traumata tragen zum Alkoholkonsum von Frauen bei, die stressigen sozialen Normen ausgesetzt sind. Sie greifen oft zu Antidepressiva oder Alkohol, um ihre Belastung zu bewältigen. Auch häusliche Gewalt und sexuelle Übergriffe stehen laut Marie-Olivia Chandesris von der HAS in Zusammenhang mit Alkohol.
Sophie de Duiéry
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