Das Lymphödem, eine noch immer wenig verstandene und anerkannte Erkrankung, betrifft in Frankreich etwa 200.000 Patientinnen und Patienten, überwiegend Frauen.
Die Bedeutung der Früherkennung Als Nationales Referenzzentrum für primäres Lymphödem bietet die Lymphologische Abteilung des Krankenhauses Cognacq-Jay einen Überblick über die beiden Lymphödem-Typen und die Bedeutung der Früherkennung, insbesondere in der Ausbildung junger Ärzte.
Eine Funktionsstörung des Lymphsystems Lymphödeme der Extremitäten entstehen durch eine Funktionsstörung des Lymphsystems. Dies führt zu einer Lymphstauung und in der Folge zu einer Volumenzunahme der betroffenen Extremität, die hauptsächlich aus verdickter Haut und Fettgewebe besteht. Man unterscheidet zwischen primärem und sekundärem Lymphödem.
Primäres Lymphödem Dies ist eine angeborene Fehlbildung des Lymphsystems, die sich jedoch bei der Geburt, in der Kindheit, der Jugend oder im Erwachsenenalter manifestieren kann. Es betrifft vorwiegend Frauen, wobei die Erkrankungshäufigkeit bei Mädchen um das 11. Lebensjahr ihren Höhepunkt erreicht. Meist sind die unteren Extremitäten betroffen: entweder eine gesamte Extremität (vom Fuß bis zum Oberschenkel) oder beide (vom Fuß bis zum Knie). Manchmal ist nur ein Fuß betroffen.
Sekundäres Lymphödem Dieses entsteht hauptsächlich als Folge von Krebsbehandlungen, insbesondere nach Brustkrebsbehandlungen der oberen Extremität (Hand, Unterarm oder Arm) und nach gynäkologischen Krebserkrankungen der unteren Extremitäten. Auch Männer können betroffen sein (Prostatakrebs, Melanom usw.).
Didier Galibert
|