Französische Forscher haben ein Molekül entwickelt, das Tumorzellen zerstören kann, die gegen herkömmliche Therapien resistent sind. Sollte sich diese Entdeckung bestätigen, wäre dies ein bedeutender Durchbruch im Kampf gegen Krebs.
Standardtherapien zielen auf den Primärtumor ab, doch 70 % der Todesfälle sind auf Metastasen zurückzuführen. Diese Krebszellen lösen sich von ihrem Ursprungsort und wandern im Körper, was zu einem erneuten Auftreten der Krankheit führt. Es ist daher entscheidend, einen Weg zu finden, sie zu eliminieren.
Forscher des Labors für Biomedizin (Institut Curie, CNRS und Inserm) haben eine Klasse von Molekülen entwickelt, die die Zellmembranen refraktärer Krebszellen zerstören. Diese metastasierenden Zellen enthalten das Protein CD44, das ihnen ermöglicht, Eisen zu speichern und dadurch ihre Aggressivität zu erhöhen.
Dieses Eisen ist zwar gefährlich, macht die Zellen aber anfällig für Ferroptose, einen Zelltodprozess, der mit der Oxidation der Zellmembranen zusammenhängt. Indem sie diese Empfindlichkeit ausnutzen, haben die Forscher Moleküle entwickelt, die Ferroptose auslösen, indem sie sich in Lysosomen anreichern. Einer dieser Wirkstoffe, Fento-1 genannt, hat in präklinischen Modellen von metastasiertem Brustkrebs eine Wirksamkeit bei der Reduzierung des Tumorwachstums gezeigt und in Biopsien von Pankreaskrebs und Sarkomen zytotoxische Aktivität nachgewiesen.
Klinische Studien sind nun erforderlich, um diese vielversprechenden Ergebnisse zu bestätigen.
Sophie de Duiéry
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