Die US-Gesundheitsbehörden haben kürzlich den ersten Bluttest zur Diagnose von Alzheimer zugelassen – ein bedeutender Durchbruch, der die Patientenversorgung verbessern könnte. Der von Fujirebio Diagnostics entwickelte Test misst das Vorhandensein von Beta-Amyloid- und Tau-Proteinen, Indikatoren der Krankheit. Bislang waren diese Marker im Blut schwer nachzuweisen.
Im Gegensatz zum Screening ist dieser Test für Patienten mit bereits bestehenden Symptomen vorgesehen und muss durch weitere Untersuchungen, wie z. B. neurokognitive Tests oder Bildgebung des Gehirns, bestätigt werden. Er stellt eine weniger invasive und schnellere Alternative zu gängigen Methoden wie MRT oder Lumbalpunktion dar.
Obwohl dieser Test ein vielversprechendes Instrument ist, ist er nicht unfehlbar: Die betreffenden Proteine können auch in geringen Mengen bei Menschen ohne die Krankheit vorkommen. In Frankreich könnte seine Einführung die Diagnose in Gedächtnisambulanzen erleichtern, und ein Antrag auf Marktzulassung wurde bei den europäischen Behörden eingereicht. Bei Zulassung könnte der Test bereits im nächsten Jahr verfügbar sein.
Dies ist ein ermutigender Schritt nach vorn, der eine frühere Behandlung der Krankheit und eine bessere Anpassung der verfügbaren Therapien, wie beispielsweise Lecanemab und Donanemab, ermöglicht, welche das Fortschreiten des kognitiven Abbaus verlangsamen.
Sophie de Duiéry
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